Bedeutung Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie ist in Praxis und Wissenschaft ein bedeutsames Spezialfach der Zahnmedizin, welches eine reelle Chance darin sieht, das breite Behandlungsspektrum der Kieferorthopädie vollumfänglich im Verbund mit unseren (zahn-) medizinischen Fachdisziplinen effizient zu nutzen.
Es geht darum, Patienten in allen Altersgruppen nach dem neuesten Stand der Wissenschaft kompetent kieferorthopädisch zu behandeln. Dies setzt für jeden Einzelfall eine detaillierte klinische, modell- und funktionsdiagnostische sowie radiologische Befunderhebung (röntgenologische Beurteilung des Gebisssystems, Auswertung von Fernröntgenseitenbildern sowie gegebenenfalls von Handröntgenaufnahmen) unter Einbeziehung der individuellen Wachstumssituation unserer meist jugendlichen Patienten voraus. Die gewissenhafte Befunddokumentation und -auswertung dient als Basis für eine individuelle Planung und zeitliche Koordinierung notwendiger Behandlungsschritte.

Schutz gegen White-Spot-Läsionen

Festsitzende kieferorthopädische Apparaturen erhöhen das Risiko von White-Spot-Läsionen. Diese können sich sehr schnell innerhalb weniger Monate nach dem Fixieren der Apparaturen entwickeln. Die lokale Applikation fluoridhaltiger Lacksysteme oder Gele gehört zu den empfohlenen Schutzmaßnahmen. Zahnfehlstellungen und komplexe Multibrackets begünstigen die Ansammlung des bakteriellen Biofilms, wodurch sich das Kariesrisiko deutlich erhöht. Aufgrund der unzugänglichen Lage und/oder komplexen Oberflächenprofile gestaltet sich das Reinigen hier sehr schwierig. Der Konsum säure- und zuckerhaltiger Softdrinks und Nahrungsmittel verschärft die Situation.