KZV und Zahnärztekammer zur Bundestagswahl

Bürgerversicherung ist keine Option

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZVWL) und die Zahnärztekammer (ZÄKWL) in Westfalen-Lippe lehnen die sogenannte Bürgerversicherung entschieden ab. Zwar werden bezogen auf die Gesundheitsversorgung wenig konkrete Aussagen in den Wahlprogrammen der Parteien getroffen, im Zuge der Bundestagswahl kann sich jedoch Grundlegendes ändern. So könnte es beispielsweise zu einem System-wechsel im Falle einer Rot-Rot-Grünen Bundesregierung kommen. Denn: Einige Parteien beabsichtigen, das bestehende duale Versicherungssystem abzuschaffen und durch eine Einheitsversicherung zu ersetzen. So sollen demnach alle Bürger in eine einheitliche Versi-cherung einzahlen.

„Das deutsche duale Gesundheitssystem ist international anerkannt und hat sich seit Jahr-zehnten bewährt. Einheitsversicherungen führen stets zu einer Rationierung von Gesund-heitsleistungen und damit zur Verschlechterung der Versorgung“, kritisiert der Vorstands-vorsitzende der KZVWL Dr. Holger Seib. Die Zahnärzteschaft Westfalen-Lippe ist sich einig, dass es keine Kompromisslinie neben dem dualen System geben kann, auch einzelne Elemente der Bürgerversicherung wie eine einheitliche Gebührenordnung seien obsolet. Kammerpräsident Dr. Klaus Bartling weiter: „Stattdessen ist endlich eine
Anpassung der bestehenden Gebührenordnungen an eine zeitgemäße Versorgung erfor-derlich. Wir plädieren dafür, das bestehende duale System weiterzuentwickeln, damit es den bestehenden Anforderungen gerecht wird.“

Die zahnärztlichen Körperschaften haben die Gelegenheit genutzt, die Spitzenpolitiker in Bund und Land zu sechs Topthemen konkret zu befragen. Die Antworten der Politiker gibt es im aktuellen

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KZVWL)& Die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe (ZÄKWL)