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Ein Screeningtest, der schnell Chairside nach HPV 16 fahndet

Ein Screeningtest, der schnell Chairside nach HPV 16 fahndet
möhrle DENTAL - Zahnmedizin

In den letzten Jahren wird in zunehmendem Maße die Diagnose „Krebs des Mund-Rachenraumes“ im Zusammenhang mit HPV-Infektionen gestellt. Vor allem bei Männern und nun auch zunehmend bei Frauen treten diese teilweise virusbedingten Tumore auf. Unter den humanen Papillomaviren ist der HPV-Typ 16 als besonders gefährlich einzustufen. Dies wurde vom Deutschen Krebsforschungszentrum im Juni 2013 veröffentlicht1.

Nun haben wir die Möglichkeit, einen Schnelltest bei unseren Patienten durchzuführen, um das HPV 16 zu identifizieren. Ein vergleichbarer Test wird in der Gynäkologie bereits seit den 70er Jahren angeboten, mit dem Ergebnis, dass die Anzahl der Neuerkrankungen von Gebärmutterhalskrebs drastisch gesenkt werden konnte. Ein Grund mehr auch in der Zahnheilkunde nach Risikopatienten zu fahnden und somit eine deutliche Reduzierung der Neuerkrankungen von Tumoren in der Mundhöhle zu erzielen.

Durchführung des Tests
Die Durchführung ist denkbar einfach. Man benötigt ein Tropfen Blut vom Patienten, um den Test durchführen zu können. Praktikablerweise gewinnen wir das Blut während einer Zahnreinigung, bei der in der Regel ausreichend Untersuchungsmaterial anfällt. Mithilfe einer Pipette wird das Blut mit einem Enzym aufbereitet und dann auf den Teststreifen aufgebracht. Binnen 15 Minuten kann man dann das Ergebnis ablesen. Somit kann die Untersuchung komfortabel und schnell parallel zu Prophylaxe-Maßnahmen in der Praxis durchgeführt werden. Da der Test Chairside das Ergebnis schnell und zuverlässig liefert, entfällt das lange warten und bangen, bis ein Testergebnis feststeht.

Auswertung des Tests
Das Ergebnis wird auf dem Test direkt dargestellt. Es wird angezeigt, ob Antikörper gegen den HPV 16 nachweisbar sind oder nicht. Darüber hinaus zeigt der Test auch an, ob ausreichend Untersuchungsmaterial vorhanden war und sichert somit das Ergebnis ab.

Was ist bei einem positivem Ergebnis zu tun?
Fällt das Ergebnis positiv aus, so ist der Patient sehr engmaschig zu untersuchen, da seine Schleimhäute ein höheres Risiko aufweisen zu erkranken. Eine Schleimhautveränderung im initialen Stadium hat weitaus bessere Prognosen, als Patienten die im fortgeschrittenen Stadium kommen.

1 Veröffentlichung dkfz Nr.34

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